Weniger Schwitzen - erfolgreich gegen Hyperhidrose


Weniger schwitzen - erfolgreich gegen HyperhidroseViele Menschen leiden unter ständig schweißnassen Händen, Füßen oder Achseln. Findet sich keine zugrundeliegende spezifische Erkrankung, dann spricht man von einer primären Hyperhidrose, welche nur symptomatisch behandelt werden kann. Neben althergebrachten Methoden wie speziellen Deodorantien, Antiperspirantien und Salbeipräparaten zum Einnehmen gibt es auch einige neuere Behandlungsmöglichkeiten.

Bei übermässigem Schwitzen der Hände und Füße hat sich die Leitungswasseriontophorese gut bewährt. Diese Strombäder werden nach ärztlicher Anordnung zunächst täglich und später ca. zweimal pro Woche durchgeführt. Geeignete Geräte und Wannen können im Fachhandel gemietet oder gekauft werden.

Bei krankhaftem Schwitzen der Achseln hat sich die Botulinumtoxininjektion in Studien gut bewährt und wurde deshalb auch zur Behandlung offiziell zugelassen. Dabei wird das Medikament mit kleinster Kanüle punktuell eingespritzt, die Wirkung hält für ca. 6-9 Monate an. Diese Methode ist auch für Handflächen und Fußsohlen unter entsprechenden schmerzausschaltenden Begleitmaßnahmen geeignet.

Es gibt auch operative Behandlungsmöglichkeiten, zum Beispiel können bei Hyperhidrose der Achselhöhlen die Schweißdrüsen direkt unter der Haut abgesaugt bzw. herausgeschabt werden. Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung und führt meist zu einer dauerhaften Normalisierung der Schweißsekretion.

Bei generalisierter Hyperhidrose bzw. Schwitzen mehrerer Körperstellen kann das Medikament Methanthelimiumbromid eingenommen werden, als häufigste Nebenwirkung des Anticholinergikums wird über Mundtrockenheit berichtet.

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