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Venenheilkunde

Ultraschalldiagnostik, Venen OP und Schaumverödung

Erster Hinweis auf eine veranlagte Venenschwäche sind kleine rote oder blaue Besenreiser oder auch Kölbchenvenen im Bereich der Knöchel. Im weiteren Verlauf kommt es meist durch berufliches Sitzen und Stehen zur krankhaften Erweiterung tiefer gelegener größerer Venengeflechte. Aufgrund von defekten Venenklappen und venösem Reflux entstehen Missempfindungen und Schwellungen der Beine, oft schmerzhafte Venenentzündungen und später auch chronische Hautveränderungen bis hin zu venösen Geschwüren.

 

Venencheck mit Ultraschall

Im Rahmen eines Venenchecks wird nach Anamnese sowie klinischer Untersuchung eine farbcodierte Duplex-Ultraschalluntersuchung beider Beine durchgeführt. Dabei kann ein genauer Gefäßstatus erhoben und ein krankhafter Reflux in den Venen gemessen werden. Im Anschluss daran besprechen wir Ihren individuellen Behandlungsplan.

Bei leichter Veneninsuffizienz mit abendlicher Schwellneigung und Müdigkeit der Beine reichen oft konservative Maßnahmen wie das Tragen von Kompressionsstrümpfen und die Einnahme sogenannter Venentherapeutika, welche die Gefäßwand stärken. Eventuell vorhandene Besenreiser können entweder verödet oder mit Laser behandelt werden.

Bestehen allerdings schon schmerzhafte Venenstränge oder Hautveränderungen wie Überpigmentierungen, Verhärtungen oder Ekzeme, dann sind weiterführende Therapiemaßnahmen notwendig.

 

 

Schaumverödung

Im Verlauf einer Schaumverödung wird ultraschallgezielt die betroffene Krampfader punktiert und ein aufgeschäumtes Verödungsmittel nämlich Äthoxysklerol eingespritzt. Damit verklebt die Venenwand und die verhärtete Krampfader wandelt sich allmählich in einen Bindegewebsstrang um. Nach dem Eingriff sollte einmalig auch nächtens und dann in den folgenden drei Wochen nur noch untertags ein Kompressionsstrumpf getragen werden.

 

Ambulante Venenoperation

In den letzten Jahren hat sich zur Behandlung der Stammveneninsuffizienz die endovenöse Kathetertechnik als Therapie der ersten Wahl etabliert. Dabei wird minimal invasiv über eine Schleuse eine Sonde in die betroffene Krampfader eingeführt und bis zum Venenstern bzw. der Einmündung in der Leiste oder Kniekehle vorgeschoben. Danach wird in lokaler Betäubung die erkrankte Vene im Verlauf nach unten mittels Radiofrequenzstrom verschweisst (Closure Katheterverfahren oder VEINCLEAR®).

Im Vergleich zur klassischen Strippingoperation erspart sich der Patient bei diesem gewebeschonenden Eingriff die Allgemeinnarkose, den Leistenschnitt und längere postoperative Ausfallzeiten. Der Eingriff wird ambulant in der Praxis durchgeführt, unmittelbar nachher kann der Patient mit einem Kompressionsstrumpf am behandelten Bein schon spazieren gehen. Das perioperative Thromboserisiko wird so minimiert.

Bei reiner Seitenastvarikose kann in minimal invasiver Technik in lokaler Betäubung das Venengeflecht mittels kleiner Häkchen operativ entfernt werden. Die ca. 2-3 mm langen Hautschnitte müssen gar nicht genäht sondern nur mit Steristrips geklebt werden.

 

Venaseal Closure System®

Eine neuere Methode in der minimal invasiven Venentherapie stellt das Venaseal Closure System® dar. Dabei wird über einen Katheter ein Cyanoacrylat-Klebstoff in die Krampfader eingespritzt und diese durch Druck von aussen im gesamten Verlauf permanent verschlossen.

Der Eingriff benötigt weder eine Betäubung noch eine postoperative Kompressionsbehandlung, die Patienten sind sofort danach wieder voll einsatzfähig.

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